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Sanfter Urlaub statt brachialer Massentourismus

Der ÖDP-Kreisvorstand bekräftigt in einer Pressemitteilung seine ablehnende Haltung gegenüber dem Center-Parc-Projekt bei Langlau

Die absehbaren Auswirkungen auf die Ressourcen Boden, Wasser, Klima und das durch Bau und Betrieb des Center Parcs zu erwartende immense Verkehrsaufkommen sind aus der Sicht der ÖDP völlig inakzeptabel.

„Vor wenigen Tagen – konkret am 22. August – wurde heuer der globale Welterschöpfungstag begangen“, so Kreisvorsitzender Reinhard Ebert. „Dieser Tag im Jahr zeigt an, wann die für ein ganzes Jahr zur Verfügung stehenden Ressourcen auf der Welt tatsächlich schon verbraucht wurden.“ Für Deutschland liege dieser „Earth Overshoot Day“ schon Ende April, d.h. Deutschland verbraucht derzeit das 3-fache dessen an Ressourcen, was dauerhaft verträglich ist. Ebert resümiert: „Angesichts dieser Fakten ist es völlig widersinnig, ja absurd ein derart gigantisches Projekt in die mittelfränkische Landschaft zu betonieren.“

Sein Stellvertreter im Kreisvorstand der ÖDP, Simon Scherer erwartet, dass den immensen Lasten des Mega-Projekts allenfalls ein marginaler Nutzen für die örtliche Bevölkerung gegenüberstehe. „Schon die familiengeführten Tourismusbetriebe in der Region haben Probleme Arbeitskräfte zum Beispiel für Zimmerservice und Reinigung zu finden - dieses Problem wird sich verschärfen. Bei den 800 Ferienhäusern von Center Parcs wird es auf die Aquirierung osteuropäischer Billiglöhner hinauslaufen.“

Kilian Welser, ebenfalls Mitglied im ÖDP-Kreisvorstand zieht deshalb den Vergleich: „Was Tönnies in der Fleischbranche ist, ist Center Parcs im Tourismus!“

Außerdem komme immer mehr ans Tageslicht, dass offensichtlich von langer Hand seit mehr als zwei Jahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit das Projekt massiv vorangetrieben worden sei. Für die ÖDP sei es ein schweres politisches Versäumnis, dass nicht von Anfang an also - seit dem Jahr 2018 - die kommunalen Gremien und die Öffentlichkeit mit eingebunden und informiert worden seien. Die ÖDP stelle sich deshalb mit aller Kraft und voller Entschlossenheit an die Seite der Gegner dieses Monsterprojekts, Der ÖDP-Kreisvorstand appelliert an die anderen Parteien, Mitte September in Kreisausschuss und Kreistag den ÖDP-Antrag auf Stop des Verkaufs des Muna-Geländes zu unterstützen.


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