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Mahnwache am 11.3.2016 um 18 Uhr in Weißenburg, Schulhausstr. 6

Am 11. März um 18 Uhr lädt das Bündnis für Energiewende Weißenburg-Gunzenhausen alle Interessierten anlässlich des fünften Jahrestages der Atomkatastrophe in Japan zu einer Mahnwache ein: „5 Jahre Fukushima, 30 Jahre Tschernobyl – und immer noch sind 8 deutsche Atomkraftwerke am Netz“ lautet der Titel der Veranstaltung, zu der sich das Bündnis am Großplakat in der Schulhausstraße 6 in Weißenburg zwischen Bahnhof und Andreaskirche trifft. Neben der offiziellen Enthüllung des Plakats und einer Gedenkminute soll vor allem auf die permanent steigende Gefahr von bedrohlichen Störfällen durch in die Jahre gekommene deutsche aber auch grenznahe Atomkraftwerke in Frankreich, Belgien und Tschechien aufmerksam gemacht werden. Der aktuell bekannt gewordene Fall von Technikversagen im maroden AKW Fessenheim im April 2014 und dessen Vertuschung durch die französische Atomaufsicht zeigt einmal mehr: „Die Politik beugt sich dem wirtschaftlichen Druck der Atomkonzerne sogar bei einem Beinahe-GAU und informiert die Bevölkerung zwei Jahre lang nicht angemessen bzw. verharmlost das Geschehene“, so die Vertreter des Energiewende-Bündnisses. Der Störfall in Fessenheim, der Teile der Reaktorsteuerung lahmgelegt habe, sei auf der internationalen INES-Skala (Stufen 0 bis 8) bewusst nur als meldepflichtiges Ereignis der Stufe 1 (=Störung bzw. Abweichung vom normalen Betrieb der Anlage) bewertet worden. Tatsächlich habe aber nur durch Einleitung von Bor ins Kühlwasser die Kettenreaktion gestoppt werden können, da zwischenzeitlich sogar die Reaktor-Steuerstäbe manövrierunfähig gewesen seien – ein nach Ansicht des Nuklearexperten Prof. Manfred Mertins einmaliges Ereignis der Not-Abregelung eines Reaktors in Westeuropa.


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